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Bäm Vallera

Das elfte Soloprogramm von Markus Linder

Unfassbar leichtfüßig und hochsympathisch hat Markus Linder sein Publikum in seinen herzerfrischenden „BÄM VALLERA“-Expresszug gesetzt – und zwei Stunden lang nicht mehr aussteigen lassen. Kein Zwischenhalt in der Belanglosigkeit. Stattdessen Tempo, Timing, Taktgefühl. Und dieses verschmitzte Lächeln, mit dem er einem signalisiert: Wir wissen eh alle, wie absurd das Leben ist – aber heute lachen wir drüber.

Linder dirigiert diesen Abend wie ein gut gelaunter Bahnhofsvorstand des absurden Humors. Da wird musiziert, parodiert, improvisiert, erzählt – und zwar mit einer Selbstverständlichkeit, als hätte er nie etwas anderes gemacht, als Menschen glücklich zu spielen. Sein BÄM ist kein Krawall, sondern ein Jubelschrei. Sein VALLERA kein Schmäh, sondern eine Haltung: Beschwingtheit als Widerstand gegen den Ernst der Welt. Es ist diese Mischung aus Virtuosität und Bodenständigkeit, aus Präzision und Spontaneität, die ihn so besonders macht. Er springt scheinbar mühelos von Pointe zu Pointe. Und immer mit dieser großen Portion Herz hinter jeder Nummer.

Ein Abend, der der Seele guttut und das Zwerchfell trainiert. Der einen für zwei Stunden aus dem Dauerrauschen der Welt entführt und daran erinnert, wie wohltuend Lachen sein kann. Es ist schlicht eine riesige Freude, dieses 67-jährige Multitalent so spiel- und energiefreudig auf der Bühne zu erleben. Keine Spur von Altersmüdigkeit – sondern Präsenz, Präzision und pure Lust am Auftritt.

Markus Linder hat BÄM VALLERA gemeinsam mit seiner Frau Sabine Linder erarbeitet – ein Wirbelwind in seinem Herzen und seinem Verstand. Sie ist Rückhalt und Resonanzraum zugleich. Die, die zuhört, schärft, widerspricht – und genau dadurch den verrückten, musikalisch-explosiven Linder in ihm entfacht.

Die beiden arbeiten auf Augenhöhe. Und das soll etwas heißen: Ist der Herr Linder doch fast zwei Meter hoch, während Frau Linder gefühlt einen halben Meter kürzer ist. Körperlich vielleicht. Künstlerisch nicht eine Sekunde. Da begegnen sich zwei mit wachem Geist, klarem Instinkt und einem gemeinsamen Gespür für Rhythmus, Pointe und Trash. Ein Turbo-Gespann, angetrieben von einer großen Liebe.

Vor, unter und hinter der Bühne ergeben sie dieses perfekte Ganze. Und auch wenn Sabine Linder erst zum Schlussapplaus auf die Bühne tritt, hat man doch das Gefühl, sie stand die ganze Zeit neben ihm. In jeder Nuance, in jedem Übergang, in jedem BÄM.

 

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